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6_05/2002

ECHO �LONSKA

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So sieht auch Oberschlesien aus

ALFONS WIECZOREK (1916 – 1997)

Maler der Plesser Heimat

A. Wieczorek wurde als Maler der Plesser Heimat genannt.

Verschneite H�uschen, herbstliche B�ume, sonnendurchflutete Landschaften, Kohlengruben, Schl�sser und Kirchen, Holzkirchen besonders - die Bilder des oberschlesischen Malers lassen den Betrachter durch eine idyllische Darstellung seiner Heimat (Domowina) reisen. Den Menschen zeigt er die positiven Seiten des Landes und an unsere Wurzel erinnere. Der K�nstler arbeitete 40 Jahre in einer Steinkohlengrube und �bte sich bei Prof. Pawel Steller als Autodidakt im Malen. Als erster in Oberschlesien hatte er in den kommunistischen Zeiten keine Angst, den Oberschlesiern in Schlesien und den Vertriebenen in Deutschland, die Sch�nheit der Vergangenheit und Tradition dadurch zu erinnern, die Erinnerung an die Kultur und die Landschaft Schlesiens wachzurufen. Darstellungen von Herbst- oder Winterlandschaft, und der f�r diesen Landstrich charakteristischen Bauten rief in den Besucher tats�chlich immer vielfach die erhofften Erinnerungen wach! Worte wie: “Sieh mal, da bin ich geboren“, oder „Erinnertst du dich, dort sind wir damals spazieren gegangen“ waren oft an die verschiedenen Ausstellungen zu h�ren und d�rften den Maler wohl besonders haben.

Seine Aquarell-Bilder wurden zahlreichend (120) im Buch „Oberschlesien - anders“ und im „Oberschlesien in den Farben der Zeit“ (polnische �bersetzung) gezeigt, f�r was der Maler als auch der Autor haben im Jahre 1996 Kulturpreis der Stadt Tichau O/S bekommen.

Wieczorek hatte oft die Angewohnheit, seinen an Freunde verschenkten Bildern eine Widmung oder einen Kommentar hinzuzuf�gen. So steht auf der R�ckseite eines seiner Bilder ein eigenh�ndig geschriebenen Vers:

„Ein herrlicher Winter ist eingezogen und der Schnee liegt blendend Wei�,
es ist kalt und frostig, doch im Herzen wirkt er angenehm
Die Welt ist wundersch�n, ein Gotteswunder stellt sie dar,
und so male ich sie auch, die Welt, so wie sie ist und war”.

In den 60-ger Jahren veranstalteten die Beh�rden in Kattowitz eine Kunstausstellung oberschlesischer Maler und Grafiker, f�r welche auch einige Aquarelle von Alfons Wieczorek vorgesehen waren. Jener schickte sie ein und erhielt sie nie wieder zur�ck. Seine Werke wurden nicht angestellt, denn die Thematik seiner Bilder stand nicht im Einklang mit der damals ma�ge-benden Ideologie.

Im Alter von 81. Jahren, krank und hilfsbed�rftig, verstarb Alfons Wieczorek am 10. Dezember 1997 in den Armen seiner ihn immer lieben den Ehefrau Elisabeth geborene Stenzel.

. Eine Galerie mit 140 Bildern des Plesser Kunstmalers A. Wieczorek befindet sich in in Monkeim-Baumber. Mit den Dias dieser Aquarelle und Grafiken, neben vielen historisch-heraldischen Unterlagen, k�nnten interessierte Leser Gelegentlich bei einer Diskussion �ber das Plesser Land noch mehr erfahren. Das war auch ein besonderer Wunsch des Malerss.

Alfons Wieczorek,
Aquarellist aus dem Plesser Land (Oberschlesien),
offenbart in seinen Bildern die Liebe zur Heimat.
Die Transparenz seiner Winterbilder in Wasserfarben hat
uns auch die Durchsichtigkeit des Glaubens gegeben,
und das ist ihm am besten gelungen, die heimatliche Landschaft
zu vermitteln. Auch in einem sommerlichen Kirchlein voller
Sonne und Schatten unserer „Domowina”, kann man Ruhe und
angenehme Abk�hlung genie�en
– bis die W�rme von Wieczoreks Bildern unsere oft kalten oder
�berfordeten Herzen entz�ndet. Er geh�rt auch zu denen,
die seine Domowina sch�tzen, die versuchen
das Heimatbewu�tsein der Einwohner dieser Region
und die geschichtlichen Zusammenh�nge als kulturellen
Stellenwert in Europa zu zeigen. Hier liegen die Schwerpunkte
seiner Werke und daf�r bedanken wir uns bei ihm.
Wir, die Plesser Landsleute, k�nnen stolz auf unsere kulturellen
Errungenschaften sein. Bis jetzt k�nnen wir uns leider nicht
richtig vorstellen und nicht genug unsere Heimat bewundern,
da� unsere Herrscher der letzten 400 Jahre
eine bedeutende Rolle in Europa spielten.
In uns schlummern immer noch �berholte Glaubenss�tze,
viele �ngstliche �berlieferungen, die aus einer Zeit stammen,
wo man geschichtliche Tatsachen einfach �bertuscht hat.
Wir, Plessia Domowina, k�nnen heute mit ruhigem Gewissen
sagen, da� wir mehr europ�isch sind als viele andere Regionen.

Die letzte Ausstellung von A. Wieczorek:

Seit dem 22.2.2002 bis zum 24.3.2002 stellte ich im Schelmenturm, der Stadt Monheim fast 100 Bilder aus, von f�nf oberschlesischen Kunstmalern, um den Einwohnern der Stadt die alte (Schlesien) und die neue (Monheim, D�sseldorf, K�ln) Heimat zu zeigen. Nach der Monheimer „Professor Deusser Ausstellung“ war es die zweite gro�e Kunst-Ausstellung im Schelmenturm .in der Stadt Monheim.

Nicht nur die Vier Jahreszeiten in Bildern von Alfons Wieczorek, meine 35-j�hrige Sammlung der Aquarelle, aber auch wahre Spiegelbilder einer wechselhaften Geschichte Schlesiens entsprechen den EUROP�ISCHEN Zeiten zwischen B�hmen - Polen - �sterreich - Preu�en -Deutschland - und Polen. Diese einmalige Ausstellung begann auf der 1. Etage, in dem s.g. kleinen Wacheraum. Dieser Raum hat meiner Wohnung entspracht, wo 150 Aquarelle h�ngen, wie hier mit 120 Miniaturen des Alfons Wieczorek. Es symbolisierte dadurch meine Wohnung voller Bilder.

Der gro�e Wacheraum hatte neben den 30 ausgew�hlten Wieczorek-Aquarellen in vier Jahreszeiten, auch ein sch�nes schlesisches Industrie-Panorama aus dem XIX Jh. Nach dem ber�hmten Ernst W. Knippel aus Breslau wiederholte heute die Malerin Margarete Wlodarska die sch�nen 8 Lithograph-ien in Aquarellen. Es spiegelte die heute schon legendere, die preu�ische Industrie aus 1860 in Schlesien wider. Ohne Fotographie zeigte damals Knippel, heute Wlodarska die alte Heimat anders - das Land von Andreas Gryphius, Angelus Silesius, Joseph von Eichendorff, Gustav Freytag, Gerhart Hauptmann - mit seinem „Land aus Gottes Hand“, und andere, mit 12 Nobelpreistr�ger. Auf der zweiten Etage zeigte nur der D�sseldorfer Architekt und Kunstmaler Stan.W.Szroborz seine Werke. Die „ArtSYNERGY“ entsprichte seiner inneren Auffassung nicht nur D�sseldorf mit dem „Stadt Tor“ auch das Monheimer Rathaus, Strassen mit dem Schelmenturm als gro�e Aqua-relle festzuhalten. Dazu die neue Technik in Painting - die Mixed Media Leinwand Objekte sind direkt zu uns nach Monheim am Rhein eingewandert. 

Die einmalige Darstellung von Szroborz erg�nzte diese Ausstellung und gab gleichzeitig eine neue Ansicht der Stadt anders als Deusser. In der dritten Etage waren nur die schlesischen Reminiszenzen von der Geschichte und Kultur Schle-siens in Bildern von I. Botor. Dazu mit den Skulpturen von Dyrda waren wir wieder in der alten, schon historischen, damals gesamten Heimat. Aber nicht nur, weil wir von der Geschichte in die Zukunft - zu Europa gehen, also ein Vorausdenken begleitete diese Ausstellung - nicht politisch und nicht institutionell, sondern rein privat ist diese Ausstellung entstanden - im Lande NRW mit Oberschlesien im Partnerschaft.

Dadurch der Maler aus dem Plesser Land lebt, lebt weiter zwischen uns in Europa.

Alfons Wieczorek, ein Br�ckenbauer zwischen Geschichte
und Glauben, zwischen Mut und Hoffnung,
zwischen dem Westen und dem Osten,
ein vorbildlicher Europ�er unserer Heimat,
unserer Plessia Domowina.

Peter Karl Sczepanek

Die grafischen Reproduktionen aus dem Buch: G�rny �l�sk w barwach czasu

Peter Karl Sczepanek 
Holzweg 40, 40789 Monheim am Rhein

Monheim/Rh, den 15.4.2002

Tel/Fax 02173-66742
sczepanek@gmx.de
www.Silesiana.gmxhome.de

w Rheinische Post:
www.rp-online.de
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